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ARTIKEL -  Kommentar




Fake im Popbusiness



Verfall, Dekadenz und Pessimismus

In diesem beschissenen Scheißsommer, der viel zu warm war, war auch gleich ein Scheißlied zweimal in den Charts vertreten. Dieses Maiha hi, keine Ahnung was, auf jeden Fall. Leute, das ist doch tragisch, dieser Werteverfall greift jetzt auch schon im Musikgeschäft durch!

Allein in den jetzigen Charts sind mindestens 80 Prozent aller Lieder gecovert, und das schlimmste ist, dass die Mehrheit es noch nicht mal schnallt, diese Idioten. Nehmen wir nun mal das herrliche Lied „The first cut is the deepest“. Hört man die Version von Seiowfr, muss man, wenn man das Original kennt, ja wohl schon fast Schmerzensgeld verlangen. Dieses hingezogene Gejaule, was dann auch noch zehnmal mit Synthesizer überarbeitet ist, geht einfach an die Grenze der Musiktoleranz. Die neue Version ist so schlimm, dass sogar die Ärzte, die sich das bei Ops neiziehen, weil es sie so aggressiv stimmt, gar nicht mehr anders können als los zu schnippeln. Jedenfalls, tragisch ist es schon. Da es immer mehr gecastete „Bands“ gibt und den Liedschreibern dahinter immer weniger neue Lieder einfallen, werden halt einfach alte Songs nachgemacht bzw. gecovert. Diese „neuen Versionen“ hören sich dann zu 90 Prozent richtig scheiße an. Deshalb tritt dann ein neues Phänomen auf: Bands aus zufällig zusammengewürfelten Personen, die, wenn man mit ein wenig mit Verstand hinhört, nicht im Geringsten singen können und überhaupt kein bisschen Musikverständnis haben, werden plötzlich sehr beliebt, wenn auch bei nur bei extrem unterbelichteten Menschen. So zum Beispiel die Gruppe Sportfreunde Stiller. Diese wollen hochindividuell sein, indem sie behaupten, dass es bei guter Musik gar nicht auf den Gesang ankommt, sondern nur auf die Texte. Komisch, denn davon haben sie auch keine Ahnung. Das Gegenteil davon ist dann zum Beispiel „Juli“ (ja, den Namen haben sie sich selbst ausgedacht). Die betreiben das Ganze einfach umgekehrt. Nunja, das ist aber, wie gesagt, nur eine Randgruppe, was aber trotzdem schon schlimm genug ist. Die Masse jedoch „glänzt“ durch zahlreiche Coversongs. Somit bildeten sich vor geraumer Zeit sogar Bands, die sich gar komplett auf das Covern von Liedern einer bestimmten Band „spezialisierten“, wie zum Beispiel die Gruppe A-Teens, die die Lieder von (wer hätte es gedacht) Abba nachäfften. Sehr angesagt sind ja bekanntlich auch Groove Cover(-rage), wobei von dieser Band neuaufgelegte Songs die Originale nicht ganz zerstören, da die Coverversion in einem vollkommen anderem Genre spielen, nämlich dem Techno. Hierbei geht es hauptsächlich um eine einprägsame und vor allem laute Melodie, die dem Hörer mitunter das Gehirn herausballert, was den allgemein hohen Drogenverbrauch und die weitverbreiteten modischen Geschmacksverirrungen in diesem Milieu erklärt.

Außerdem sehen die Ganzen Hupfdolen doch alle gleich aus, obwohl es unter diesen ganzen Blondinen auch noch hässliche gibt wie Ivonne Catterfield. Nehmen wir einfach mal die momentanen Solokünstlerinnen her. Die werden jawohl alle nach dem gleichen Klischee herausgesucht. Vergleichen wir nun mal Britney Spears, Jeanette Biedermann, Ivonne Catterfield und Jüngling Jojo. Also nehmen wir uns ihre ihre ersten Jahre im Pop(p)-Business vor. Alle sind Jungfrau und alle können nichts für ihre Stimme, geschweige denn für ihr Nullachtfünfzehn-Aussehen, abgesehen davon, dass 50 Prozent dieser Magersüchtig sind (nein, die Feli ist nicht dabei!) und teilweise mittlerweile drei Brust-OPs hinter sich haben, mal größer mal kleiner. Jedenfalls beschließen sie alle nach so ein, zwei Jahren, dass sie ihr Kleinmädchenimage ändern wollen und nun zu einem Luder umsteigen. Zuallererst schnallt dies Christina Aguilera, von da an „Dirty X-tina“ genannt. In nichtvorhanden Unterhosen und Bikinis turnt sie von da an auf der Bühne und gibt sich als Vorzeigeschlampe. Mittlerweile hat sie sich aber wieder gemaßregelt und gibt sich nun als Künstlerin aus und wird auch wieder mehr in der Musikbranche angesehen und anerkannt als eine Person, die ihren eigenen Weg gefunden hat. Aber nun gut, das stimmt nur fast. Sie ist immerhin nicht so schlimm wie Möchtegernrockerbraut Jeanette die mir ihren selbstbewussten, emanzipierten Liedern so ziemlich jeden auf den Geist geht.

To continue…..

 

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