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Donnerstag, der 8. Januar 2004, erster Schultag nach den Weihnachtsferien. Wie gewohnt strömen die Schüler am morgen in die Schulen. Nur eines fällt heute auf: Die meisten tragen schwarze Klamotten. Waren die Ferien so schlimm, oder ist es, weil die Schule schon wieder so früh beginnt? Könnte man meinen! Heute hat die Trauer jedoch eine ganz bestimmte Ursache, nämlich die Schule. Da wird sich der eine oder andere wohl fragen, warum man denn über die Schule trauert. Man hätte ja höchstens Grund, sich über sie zu ärgern, wenn mal wieder eine schlechte Note rausspringt oder der Lehrer Stress macht!
Nein, heute gibt es wirklich Grund, um die Schule zu trauern. Ihr System soll ja bekanntlich in des bisherigen Form abgeschafft werden - so weit, so „gut“ – und nach radikaler Kürzung den Schülern wieder aufgehalst werden. Das bedeutet im Klartest: Mehr Stoff pro Jahr oder weniger Zeit zum Lernen!
Natürlich kann man nicht ewig in schwarz umherlaufen – zumindest die meisten –, und deshalb ist der heutige Tag, der 08.01.04, dazu ausgewählt worden. Denn in wenigen Tagen soll dem guten, alten G9 endgültig der Prozess gemacht werden, am 13.01. bei der Klausurtagung der CSU.
Der Trauertag ist aber gleichzeitig auch der Tag der Hoffnung und so starteten alle Coburger Gymnasien und Jugendorganisationen eine Demonstration.
Bis 13:30 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer auf dem Schlossplatz und marschierten in Richtung Kino bis zum Beginn der Fußgängerzone Ecke Nokia-Shop und von dort bis auf den Marktplatz. So wanderten bestimmt an die 50 Plakate mit Aufschriften wie „Stoiber, (du) Räuber“, „Hohlmeier, Aßgeier“ oder „Stoiber & Co. machen die Bildung K.O.“ durch die Stadt. Sogar zwei Särge für das G9 waren unterwegs. Natürlich durften die schrillen Klänge der Pfeifen und das eindringliche Schlagen von Trommeln nicht fehlen. Wenn schon, denn schon!
Ist aber wirklich „Eh schon alles verpuscht?“, wie eine Aufschrift verkündete Sicherlich nicht. Um also noch mal an ganz Coburg mit Worten zu appellieren, hielten auf dem Markt noch einmal Fachkundige eine Rede.
Zu Beginn rief Ursula Fritsch, die Bezirksvorstehende für Oberfranken des Bayrischen Philologenverbandes, die Argumente gegen das G8 wieder ins Gedächtnis. Anschließend ging Thomas Kaeser in seiner Funktion als Elternbeiratsvorsitzender auf die Problematik des Zeitsparens ein und zählte eine Reihe von Möglichkeiten auf, außerhalb der Schule Zeit zu sparen. Zeit braucht also gar nicht innerhalb der Schule gespart zu werden, so lautete jedenfalls seine Botschaft an die Landtagsabgeordneten.
Jürgen Thoma, Lehrer am Ernestinum, machte daraufhin noch einmal deutlich, dass das G8 sämtliche Zusatzkurse oder -aktivitäten für Schüler unmöglich macht, das schlicht die Zeit fehlen wird. Darunter fallen auch Hobbys wie Sport oder Musik. Ganz im Interesse der Casiopeia ist zu sagen, dass auch für die Schülerzeitung, für die ja teilweise enormer Zeitaufwand nötig ist, ein ganzes Stück an Existenzgrundlage genommen wird.
Daran anschließend warnte Rainer Mattern vom Kreisjungendring davor, dass durch die Etatkürzungen für Jugendorganisationen um ca. 30 Prozent ein Fortbestehen des Stadt- und Kreisjugendrings nicht möglich sei.
Dass das G8 den „Untergang der Bildung“ bedeutet, wie ein Demoplakat besagte, oder in dieser Form auf jeden Fall den Anfang vom Untergang, das dürfte diese Demonstration wohl verdeutlicht haben
Eine Möglichkeit, etwas zu bewirken, besteht außerdem auch darin, dass möglichst viele Briefe an unseren Landtagsabgeordneten geschrieben werden, in denen die Folgen so einer Fehlentscheidung deutlich gemacht werden. Ich für meine Person gehe jetzt mit gutem Beispiel voran und setze mich gleich wieder an den PC, um so einen Brief aufsetzen.
Thomas Mischke Nach oben
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von Hahni
so doch und zwar ich^^ ich bin schon am ausarbeit ...
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von Smithy
Hey, ich finds auch schade, dass es mit dem Forum ...
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von Simi
Herzlichen Glückwunsch an alle Beiteiligten zu de ...
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