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Der Untergang



Felix Knape kommentiert

Kaum ein anderer deutscher Film erregte in diesem Jahr soviel Aufsehen, wie die diesjährige deutsche Oskarnominierung - wohlgemerkt in nur wenigen Staaten außer Deutschland. "Der Untergang" zog kontroverse Diskussionen und sehr unterschiedliche Kritiken nach sich, in deren Mittelpunkt meist die Darstellung Hitlers "als Mensch" stand. Tatsächlich wird Hitler von Regisseur Bernd Eichinger mit menschlichen Zügen in Szene gesetzt, besonders durch die filmtechnische Option der Nahaufnahme sowie durch die nahezu perfekte Imitation von Tonfall, Dialekt, Mimik und Gestik des Hitlerdarstellers Bruno Ganz.

 

Der Film basiert zu etwa 90% auf historischen Fakten und vor allem auf den Aufzeichnungen der Hitlersekretärin Traudl Junge. Originalzitate und Gesprächswortlaute, Kulisse und Verhalten der Hauptfiguren versetzen den Zuschauer auf atemberaubende Weise ins Jahr 1945, in den Führerbunker.

 Faszinierend ähnlich erscheinen die Charaktere wie Heinrich Himmler oder Albert Speer auf der Leinwand, auf extremste Art und Weise wird der Zuschauer "Augenzeuge" der letzten Tage und Stunden des Dritten Reichs. Der Film ist auf jedem Fall zu empfehlen - setzt jedoch einiges Vorwissen voraus, um die im Film gezeigten Ereignisse sowie die Gesinnung und die Handlungsweise der Hauptcharaktere im historischenUmfeld verstehen zu können.

Mehr zu "Der Untergang" sowie eine ausführliche Rezension findet ihr in der Casiopeia 58!

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